Capelle, 06.03.2026

 

Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder des Heimatvereins, sehr geehrte Gäste,


"Man schreibt nicht so ausführlich, wenn man Abschied gibt", sagte schon Heine. Aber bei einem Amt, das mir so am Herzen lag wie der Vorsitz unseres Heimatvereins, fällt mir das Kurzhalten schwer. Heute ist der Tag gekommen, wo ich
 ein letztes Mal als Vorsitzender des Heimatvereins Nordkirchen vor euch stehe. Nach 17 Jahren in dieser Position wird es Zeit, die Geschichte des Vereins in andere Hände zu geben.

 

Rückblick u Meilensteine


Wenn ich zurückblicke, sehe ich nicht nur über 150 Protokolle und Sitzungen. Ich sehe die Pflege und Unterhalt unseres Heimathauses und ich erinnere mich an die vielen Stunden, in denen wir gemeinsame fröhliche Feste und Treffen erlebt haben und auch Brauchtum bei Klön-Treffen lebendig gehalten haben.

Ebenso waren das 40- und 50-jährige Jubiläum sowie die Feier „1000 Jahre Nordkirchen“ herausragende Ereignisse. Ich bin froh darüber, diese als 1. Vorsitzender des Heimatvereins miterlebt und begleitet zu haben.

Wir haben noch viele weitere Highlights erlebt – und das war nur durch euren Einsatz möglich. 

 

Auch freue ich mich darüber, dass ich als Vorsitzender dazu beitragen konnte einige nachhaltige Erinnerungen hinterlassen zu haben. Ob Schnadsteine und dadurch freundschaftliche Verbindungen zu Nachbarvereinen, Stelen -  vielen Dank an Heinrich und Johannes Wüllhorst für die großartigen Spende-, Jubiläumseichen auf Ichterloh und im Dorfpark Capelle oder auch viele Bücher über die Geschichte unserer Gemeinde.

 

Dankeschön

Vor allem dank sagen möchte ich dem gesamten Vorstand, der immer hinter mir und dem Verein gestanden hat. Es war mir eine Freude die vielen Jahre mit euch zusammen arbeiten zu dürfen. Mit viel Energie und in zahlreichen Treffen und Sitzungen haben wir gemeinsam versucht den Verein auf die Zukunft auszurichten und ich denke, dies ist uns auch gut gelungen.

Besonders danke ich vielen Helferinnen und Helfern die fleißig waren und so oft angepackt haben – ohne euch wäre manches Projekt nicht realisierbar gewesen. Ihr seid das Herzstück des Vereins! 

Einen großen Dank geht auch an die Gemeinde Nordkirchen. Es ist zwar purer Zufall, dass die Amtsperiode von 16 Jahren von unserem alten Bürgermeister Dietmar Bergmann genau in meine Zeit als Vorsitzender fällt – aber er war genau der richtige Mann, zur richtigen Zeit und am richtigen Platz. Von Anfang an hat er und die Gemeinde  den Heimatverein und mich unterstützt. Und die Chemie passte von Anfang an zwischen uns. Dietmars Runnig Gag war „… auch du schrecken, Hubert kommt! Das wird teuer!“ Lieber Dietmar, vielen Dank für deine Hilfe und Engagement für den Heimatverein. Du bist ein toffter Typ!  

Ich glaube aber auch, dass unsere neue Bürgermeisterin Steffi Holz und die Gemeinde den Verein und den neuen Vorsitzenden unterstützen wird wo es geht. Liebe Steffi, ich wünsche dir eine gute Zeit als Bürgermeisterin und ein glückliches Händchen mit den Finanzen der Gemeinde!

Besonders möchte  ich mich vor allem bei meiner Frau Gabriele bedanken, die mich immer unterstützt hat, sicherlich das ein oder andere Mal unter meinem Engagement gelitten hat und viele Stunden auf mich verzichten musste. Ohne ihr Verständnis hätte ich viele Projekte nicht durchführen und Bücher nicht schreiben können.

Zukunft und Wünsche

Es ist gelungen, aus dem Heimatverein einen soliden, modernen und wirtschaftlich gefestigten Verein zu machen – und er ist gut aufgestellt und fit für die Zukunft. Darauf können wir alle sehr stolz sein.

Mein Wunsch für die kommende Zeit ist es, dass es gelingt Familien und junge Menschen einzubinden und mutig Neues zu wagen, ohne das Bewährte zu vergessen. Dem neuen Vorsitzenden und dem Vorstand wünsche ich eine glückliche Hand und viel Freude an dieser wichtigen ehrenamtlichen Arbeit. 

Ich möchte an dieser Stelle an alle Vereinsmitglieder appellieren, dem zukünftigen Vorstand das Vertrauen zu schenken und ihn zu unterstützen, wo immer diese Hilfe benötigt wird.

Abschied

Dieser Abschied als Vorsitzender ist für mich ein tief emotionaler Moment. Doch ich verlasse diesen Posten mit dem stolzen Gefühl, Teil eines tollen Heimatvereins gewesen zu sein.

Auch wenn ich heute von meinem Amt als 1. Vorsitzender zurücktrete, bleibe ich dem Verein weiterhin eng verbunden. Und wo ich mit Rat und Tat helfen kann, bin ich dabei. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sage ich nach über 21 Jahren aktiver Vorstandsarbeit also „Auf Wiedersehen“, aber nicht „Lebewohl“.

Es war mir eine große Ehre und Freude, diesem Verein vorzustehen. Ich freue mich darauf, ihn nun aus einer anderen Perspektive zu erleben. Nun sage ich Danke und möchte mich wieder als normales Mitglied in den Verein eingliedern. Wir sehen uns weiterhin bei vielen fröhlichen und harmonischen Treffen des Heimatvereins.

Zum Schluss mein größter Wunsch: Im Naturschutzgebiet Ichterloh sind  ja drei neue Eichen zum 1000-jährigen Jubiläum von Nordkirchen vom Heimatverein gepflanzt worden, die die drei Ortsteile symbolisieren sollen und nach und nach werden die wachsenden Kronen eine Einheit bilden. Und so möge es im Heimatverein auch weiterhin sein. 3 Ortsteile finden sich harmonisch wieder in einem Heimatverein.

Mit fröhlichem Herz und tiefer Verbundenheit,

Euer Hubert